“Ostfriesenkiller” ist der Auftakt zur neuen ZDF-Krimireihe

Ostfriesenkiller, ZDF
Ubbo Heide (Peter Heinrich Brix), Ann Kathrin (Christiane Paul), Rupert (Barnaby Metschurat) und Weller (Christian Erdmann), v. l. n. r. Copyright: ZDF/Christine Schroeder

Neben “Ostfriesenkiller” nach dem Roman von Klaus-Peter Wolf wird auch “Ostfriesenblut” und “Ostfriesenangst” als ZDF-Samstagskrimi umgesetzt.

Die Ausstrahlung von “Ostfriesenkiller” nach dem Roman von Klaus-Peter Wolf wird nicht die einzige Verfilmung eines Ostfriesenkrimis im ZDF bleiben. Der Sender hat angekündigt, im Spätsommer und Herbst diesen Jahres beide weiteren Filme drehen zu wollen. Wann die Nachfolger ins Fernsehen kommen, ist noch unklar.

Mehr als nur Lokalkolorit im ZDF-Samstagskrimi

Der Reiz in “Ostfriesenkiller” liegt nicht nur im Lokalkolorit, sondern in der Kombination unterschiedlicher Charaktere im Ermittlerteam. Die eigensinnige Kripo-Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen, gespielt von Emmy-Gewinnerin Christiane Paul, tickt anders als ihre Kollegen Weller (Christian Erdmann), Rupert (Barnaby Metschurat) und der Chef der Kripo Aurich Ubbo Heide (Peter Heinrich Brix). Auch die Trauer um Ann Kathrins verstorbenen Vater und die schwierigen familiären Beziehungen sorgen stets für Reibereien. Wenn auch nicht so betont liebenswürdig wie die Bayern-Krimis von Rita Falk, bleibt der Unterton trotz grauenvoller Mordserien durchaus positiv.

“Ostfriesenkiller” sollte ein Gesellschaftsroman sein

Klaus-Peter Wolf hat seinen ersten Ostfriesenkrimi vor über zehn Jahren veröffentlicht. Sein Grundgedanke war, einen Gesellschaftsroman in der Verpackung eines Kriminalfalles zu schreiben.

“Ich wählte für dieses Gesellschaftspanorama den Kriminalroman, weil ich darin die Abgründe der menschlichen Seele ausloten kann”, sagt Klaus-Peter Wolf im Interview. “Im Kriminalroman geht es immer um die Frage nach dem Warum, dem Motiv. Deswegen sind gute Kriminalromane klar in Zeit und Raum verortet, immer gesellschaftlich relevant und spiegeln die Widersprüche, in denen wir leben.”

Norden als hochkomplexes Universum

Das Universum des eigentlich übersichtlichen Städtchens Norden ist durch die langjährige Fortführung der Serie dabei so komplex geworden, dass man dies in einem Film gar nicht mehr abbilden kann, wie Christiane Paul im Interview sagt: “[Die Bücher] sind hochkomplex, und es kann leider nicht alles im Film in Bilder umgesetzt werden.“

Bei “Ostfriesenkiller” führte Sven Bohse (“Ku’damm 56”) Regie, für die Kameras war Henner Besuch (“Kundschafter des Friedens”) verantwortlich. Alleine die Crew für die Produktion bestand aus 30 Mitarbeitern.

„Ostfriesentod“ ist als Bild-am-Sonntag-Thriller bei Eder & Bach erschienen (320 Seiten, 6,66 € Taschenbuch/9,99 € Kindle). “Ostfriesenangst” ist bei Fischer erschienen (492 Seiten, 9,99 € Taschenbuch/9,99 € E-Book). “Ostfriesenblut” ist bei  Fischer erschienen (336 Seiten, 9,99 € Taschenbuch/9,99 € E-Book).

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