Janek Rieke über „Für jede Lösung ein Problem“: „Bei Katharina Wackernagel bin ich zu allem bereit“

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Gerri (Katharina Wackernagel) wartet auf ein Gespräch mit dem neuen Cheflektor des Lauros-Verlags, Gregor Adrian (Janek Rieke). Foto: ZDF/Britta Krehl

In „Für jede Lösung ein Problem“ spielt Janek Rieke den Bösen: Als Lektor macht er Arztroman-Autorin Gerri (Katharina Wackernagel) das Leben schwer. Im Interview enthüllt Rieke, dass Wackernagel seine Lieblingspartnerin ist.

„Für jede Lösung ein Problem“ ist die erste von zwei Romanverfilmungen nach Bestsellern von Kerstin Gier, die das ZDF ausstrahlt. Mit Katharina Wackernagel und Janek Rieke hat man ein Top-Ensemble engagiert, deren Hauptdarsteller sich aber auch am Set verstehen.

Arztroman-Autorin Gerri beschließt zu sterben: Mit Mitte 30 hat sie immer noch nicht den Mann fürs Leben gefunden, und so will sie ihrem Leben mit Tabletten und Wodka ein Ende setzen. Doch der Allmächtige scheint anderes mit der Lebensmüden im Sinn zu haben und der Versuch geht schief. Dumm für Gerri, dass sie kurz vor ihrem geplanten Ableben noch eine Reihe von Abschiedsbriefen verfasst hat. Einen davon hat sie ausgerechnet an ihren Lektor Adrian (Janek Rieke) geschickt, der sie gefeuert hat…

„Für jede Lösung ein Problem“: Drei Fragen an Janek Rieke

Was macht Ihre Rolle besonders?

Mir macht es immer Spaß Männer zu spielen, die einen weichen, kindlichen Kern haben. Männer, die noch sehr um das wohlwollende Urteil der Mutter kämpfen. Mir gefallen nervöse, sensible, unsichere Männer. Wenn ich höre, dass Katharina Wackernagel meine Partnerin spielt, bin ich auch immer zu allem bereit. Dann überfliege ich das Drehbuch vor einer Zusage nur noch, weil ich weiß, dass wir zusammen viel lachen und eine gute Zeit haben werden.

Warum sind Sie der perfekte Traumprinz für Gerri?

Wir begeistern uns für Geschichten. Wir sind beide Romantiker und ich bewundere sie. Wenn ein Mann seine Frau bewundert, ist das schon mehr als die halbe Miete für eine gute Beziehung. Mein Vater hat meine Mutter immer bewundert. Er hat immer ganz stolz erzählt: „Sie ist schlauer als ich.“ Das fand ich als Teenager schon richtig gut von meinem Vater. Es war auch wirklich so. Meine Mutter war die Leuchte in unserer Familie.

Gerri nimmt ja kein Blatt vor den Mund und sagt in ihren Briefen jedem kräftig die Meinung. Würden Sie auch mal jemandem gerne die Meinung sagen?

Naja, neulich war ich so wütend. Ich trainiere Zehnjährige. Fußball. Und da hat mir ein Vater sehr unhöflich erklärt, dass ich seinen Jungen falsch sehe und dass der Junge viel besser spielt, dass ich das nur nicht erkennen würde. Sowas schreiben Eltern oft. Meist kann ich sie beruhigen, aber in diesem Fall war ich ungehalten und habe eine sehr wütende Mail verfasst. Als ich sie abschicken wollte, habe ich gezögert – zum Glück. Denn meist bin ich direkt nach dem Abschicken am Zweifeln, ob meine harte Wortwahl richtig war. Aber dann hatte ich einen Top-Einfall und habe eine zweite Mail geschrieben:

„Lieber xy,

ich habe eine Antwort auf deine Mail formuliert, die nicht sehr höflich ist, wenn du dich jetzt für deinen Ton entschuldigst und versprichst, mich in Zukunft mit ähnlichem Wahnsinn in Ruhe zu lassen, dann bleibt die Mail im Entwürfe-Ordner.“

Interview: ZDF

„Für jede Lösung ein Problem“ wird am 19. März 2017 im ZDF um 20:15 gesendet. Der Roman ist bei Bastei Lübbe erschienen (304 Seiten, 9,99 € Taschenbuch/ 16 € gebunden/ 6,49 € E-Book).

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