Nach „Die Gestirne“: Eleanor Catton schreibt Psychothriller „Birnam Wood“

Eleanor Catton, Die Gestirne
Foto: Robert Catton

Der neue Roman „Birnam Wood“ von Star-Autorin Eleanor Catton spielt wie „Die Gestirne“ in Neuseeland, bedient aber noch mehr Fans von Spannungsliteratur.

Eleanor Catton, die mit Die Gestirne den Man Booker Prize gewonnen hat, arbeitet an dem neuen Psychothriller „Birnam Wood“. Wie auch der historische Roman „Die Gestirne“ spielt „Birnam Wood“ in Neuseeland, reflektiert aber die gegenwärtige Situation, in der sich immer mehr Neuseeländer gegen die unkontrollierte Einwanderung und den Landerwerb durch reiche Ausländer sperren.

Birnam Wood: Milliardäre kaufen Neuseeland auf

Im Roman kaufen vermögende Ausländer in Neuseeland ganze Ländereien auf und errichten festungsgleiche Villen und Residenzen, die neben allen erdenklichen Annehmlichkeiten mit einem gut gefüllten Waffenlager ausgestattet sind. Ziel der Superreichen ist es, einen uneinnehmbaren Rückzugsort für Superreiche zu schaffen. Denen gegenüber steht eine bunt gemischte Gruppe an linksgerichteter Guerrilla-Gärtner, die die heimliche Aussaat von Pflanzen als subtiles Mittel politischen Protests und zivilen Ungehorsams betreiben.
Eine Zufallsbegegnung mit einem amerikanischen Milliardär löst eine Serie an tragischen Ereignissen aus, die in eine nicht mehr kontrollierbare Situation führt.

Eleanor Catton ist Fan von Lee Child

Aufhänger der Geschichte ist die öffentliche Erregung in Neuseeland über eine Reihe von Milliardären, die in der letzten Zeit Rückzugsgebiete in Neuseeland erworben haben. Insbesondere PayPal-Mitgründer Peter Thiel war in die Kritik geraten, weil er entgegen gesetzlicher Vorschriften die neuseeländische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, obwohl er nicht einmal plant, in Neuseeland zu leben. Inhaltlich wird das Buch mehr in die Thriller-Richtung gehen. Catton gilt als großer Fan von Thriller-Autor Lee Child, dessen neuer Jack-Reacher-Roman Der letzte Befehl in Deutschland am 27. Juni 2017 erscheint.

„Die Gestirne“ kommt am 27. März als Taschenbuch

Diesmal wird Eleanor Catton jedoch nicht wie bei „Die Gestirne“ ein monumentales Werk mit mehr als 1000 Seiten liefern, sondern plant einen Umfang von weniger als der Hälfte. Fergus Barrowman, Verlagsleiter von Victoria University Press in Wellington sagte gegenüber dem Guardian, dass Eleanor Catton für das Buch eine Garantiesumme in sechsstelliger Höhe erhalten hat. Das ist der grösste Vorschuss, den jemals ein neuseeländischer Autor bekommen hat.

Während die Rechte für den englischsprachigen Raum bereits vergeben sind, ist noch offen, wer das Buch in Deutschland veröffentlicht. „Die Gestirne“ war in Deutschland über btb veröffentlicht worden. Am 27. März 2017 kommt über btb auch die Taschenbuch-Ausgabe (1040 Seiten, 14 Euro). Veröffentlichungstermine von „Birnam Wood“ sind noch unklar.

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