Ken Follett: Neues Buch „Das Fundament der Ewigkeit“ kommt im September

Ken Follett, neues Buch, Das Fundament der Ewigkeit
Foto: Olivier Favre

Ken Follett hat für sein neues Buch „Das Fundament der Ewigkeit“ in mehr als 200 Geschichtsbüchern recherchiert. Der 1200-Seiten-Wälzer komplettiert seine Kingsbridge-Saga nach den Bestsellern „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“.

Der britische Bestsellerautor hat die Arbeiten an seinem neuen Epos zwar bereits abgeschlossen, doch die Fans müssen sich noch bis zum 12. September 2017 gedulden.

„Das Fundament der Ewigkeit“ wird ein monumentales Epos

„Mehr als eine halbe Stunde hat unser Drucker gebraucht, um die 1.158 Seiten auszuspucken“, heißt es in einer Meldung von Bastei Lübbe. „Jetzt liegt das englische Originalmanuskript zu Ken Folletts neuem Roman `Das Fundament der Ewigkeit´ vor uns. 293.151 Wörter mit über 1,6 Millionen Zeichen. Und alle in der richtigen Reihenfolge. Wir sind begeistert und fangen mit der Arbeit an, damit der Roman pünktlich zum 12. September in den Buchhandlungen liegt.“

Ken Follett reist zurück in Shakespeares Zeit

Die Übersetzung wird in den nächsten Monaten Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher beschäftigen. Ken Follett führt die Leser in „Das Fundament der Ewigkeit“ zurück ins Jahr 1558. Kingsbridge wird nach wie vor von der ehrwürdigen Kathedrale dominiert, die vor mehr als 300 Jahren von Steinmetz Tom Builder in „Die Säulen der Erde“ begonnen wurde.

Ken Follett, Das Fundament der Erde
Alleine der Ausdruck des englischen Original-Manuskripts von „Das Fundament der Ewigkeit“ dauerte im Lektorat von Bastei Lübbe mehr als eine halbe Stunde. Foto: Bastei Lübbe

Mittlerweile entzweien jedoch Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten das Land. In dieser Situation lernt der Leser Will Willard kennen, der sich bei der protestantischen Prinzessin Elizabeth Tudor verdingt. Als sie schließlich Königin wird, hält sie sich vor allem durch ein Netzwerk an Agenten und Spionen an der Macht – der erste organisierte Geheimdienst der Welt.

„Es ist eine Spionagegeschichte, die im 16. Jahrhundert spielt, während der Herrschaft Elisabeths I. von England“, erklärt Ken Follett. „Gegen die Königin wurden zahlreiche Mordkomplotte geschmiedet. Daher richtete ihre Umgebung einen Spionagedienst ein, um die Pläne dieser Terroristen des 16. Jahrhunderts zu durchkreuzen. Das war der Ursprung des britischen Secret Service, der uns letzten Endes James Bond schenkte.“

Neues Buch, bekannt penible Recherche

Ken Follett ist dafür bekannt, den Hintergrund seiner historischen Romane auch mithilfe von Fachleuten äußerst genau zu recherchieren. So gelingt es ihm wie kaum einem anderen, geschichtlich belegte Ereignisse mit seinem fiktiven Handlungsstrang zu verquicken.

„Für meine Recherchen für `Das Fundament der Ewigkeit´ habe ich 228 Bücher verwendet. Vom starren Gerüst aus Namen und Daten, Schlachten, Mordanschlägen und Massakern angefangen bis hin zu den Details der Unterwäsche, des Tischbestecks, der Münzen, Aborte, Frisuren, Geschäfte und des Schnapses – sie alle waren lebenswichtig, damit alle Einzelheiten stimmen.“

Dabei ging es dem Bestsellerautor durchaus auch um die Kenntnis scheinbar profaner Alltagsprobleme des Mittelalters.

„Wie weit kommt man zu Pferd pro Tag? Das habe ich in `Horse & Man in Early Modern England´ erfahren. Wie sahen im 16. Jahrhundert die Schusswaffen aus? Das steht in `Firearms: A Global History to 1700.´ War die Gabel schon erfunden? Ich fand es in einem reich bebilderten französischen Buch mit dem Titel `Festins de la Renaissance: Cuisine et trésors de la table´.“

Follett bemüht Hunderte von Historikern

Ken Folletts Augenmerk fiel bei der Recherche zu „Das Fundament der Ewigkeit“ auch auf William Shakespeare als Zeitzeugen. So recherchierte er damals relevante Pferdekrankheiten in „Der Widerspenstigen Zähmung“ und Gerichte im 16. Jahrhundert in „Falstaffs gewaltiger Appetit“.

Follett: „Die Leser mögen interessante Hintergrunddetails, aber sie müssen stimmen, und ohne Geschichtsbücher wäre es unmöglich, das sicherzustellen. Hunderte von Historikern haben ihr ganzes Leben lang geschuftet, um es mir leichter zu machen, und ich erhebe mein Glas in Dankbarkeit für ihre Arbeit.“

„Das Fundament der Ewigkeit“ erscheint am 12. September 2017 bei Bastei Lübbe (1200 Seiten, 36 € gebunden/25,9 € E-Book/35,99 € Audio-CD).

Hinterlassen Sie eine Antwort!