E L James über „Fifty Shades of Grey 2“: „Ich kann mir meinen Erfolg nicht erklären“

E L James, Fifty Shades of Grey 2
© E L James

E L James hat mit „Fifty Shades of Grey 2“ nicht nur einen Bestseller verfasst, sondern dazu noch die Vorlage für den aktuellen Kino-Blockbuster. Im Interview verrät die Britin, dass sie selbst vom Erfolg überrascht ist.

„Ich hatte nicht in einer Million Jahre daran geglaubt, dass „Fifty Shades of Grey“ ein solcher Erfolg werden würde“, sagt E L James im Interview zum Filmstart von „50 Shades of Grey 2“. „Und ich kann es mir nicht wirklich erklären, warum das so ist. Vielleicht ist es die leidenschaftliche Liebesgeschichte. Frauen lesen so etwas gern.“
Tatsächlich hört sich die Karriere von E L James wie ein modernes Märchen an. Erika Leonard, so der richtige Name der unter Pseudonym schreibenden Autorin, ist eigentlich Produktionsleiterin beim TV-Studio Shooting Stars gewesen.

E L James: „Twilight hat in mir einen Schalter umgelegt“

„Ich habe immer schon viel geschrieben, auch damals schon in der Schule“, erzählt E L James. „Vor ein paar Jahren habe ich dann angefangen, mich intensiver mit dem Schreiben zu beschäftigen. Das war, weil ich den Film Twilight gesehen und dann alle Bücher gelesen habe. Das hat mich sehr inspiriert. Es war, als wäre in mir ein Schalter umgelegt worden und ich einfach schreiben musste.“

Fifty Shades of Grey 2
Grenzenlose Phantasie: Lovehoney bietet mehr als 80 (!) Merchandise-Artikel zu „Fifty Shades of Grey“ an. Foto: Lovehoney

Ihre ersten Geschichten veröffentlichte sie im Internet auf Fan-Seiten, wo die Twilight-Protagonisten Edward Cullen und Bea Swan sich mit BDSM-Praktiken vergnügten.
Den Durchbruch hatte E L James nach der Veröffentlichung des ersten Bandes von „50 Shades of Grey“ durch den australischen Kleinverlag The Writer´s Coffee Shop: Im ultra-puritanischen Australien ging die Kunde von der Sado-Maso-Mär um wie ein Buschfeuer.

Der Rest ist Geschichte: Nach drei Bänden wagte sich E L James daran, mit „Grey“ die Story des ersten Bandes aus Sicht von Christian zu schreiben.

„Fifty Shades of Grey 2“: Christians Perspektive war schwieriger

„Ich würde sagen, Anas Perspektive war einfacher zu schreiben“, räumt E L James ein. „Es passt natürlich besser, weil ich selbst eine Frau bin. Christians Perspektive zu schreiben war aber deswegen interessant, weil ich mich in einen Mann hineinversetzen musste. Und dann auch noch in jemanden, der so irre ist wie Christian. Also war Anas Perspektive natürlich einfacher.“

Interessant ist, dass E L James eigentlich eher starke Frauen bewundert. „Im Moment inspiriert mich am meisten Michelle Obama. Ich glaube, sie ist eine außergewöhnliche Frau. Sie ist würdevoll, elegant und gleichzeitig intelligent. Sie vertritt Frauenrechte auf der ganzen Welt. Ich glaube, sie ist eine der inspirierendsten Frauen, die ich kenne.“

Der Rummel um „Fifty Shades of Grey“ ist zwar längst noch nicht abgeebbt, doch E L James ist bereits eine große Last von den Schultern gefallen.

„Ich war erleichtert, als ich `Ende´ unter das letzte Buch von 50 Shades geschrieben habe. Ich wusste, dass ich jetzt Urlaub machen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich glaube, das Problem kennt jeder, der schreibt. Man fühlt sich schuldig, etwas anderes gemacht zu haben. Es war schön, fertig geworden zu sein.““

„Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ ist bei Goldmann erschienen (608 Seiten, 16,99 € gebunden/12,99 € Taschenbuch/8,99 € E-Book/4,99 € MP3 CD).

 

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