“Puls”: Trotz Starbesetzung enttäuscht der Film von Stephen King

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Foto: Universal

Der Roman “Puls” von Stephen King war ein Bestseller. Der Film von Regisseur Todd Williams ist dagegen so schlecht bewertet worden, dass der Streifen in Deutschland gar nicht erst in die Kinos kam.

Kürzlich ist der Film zum Roman “Puls” von Stephen King mit den Superstars Samuel L. Jackson und John Cusack hierzulande direkt auf DVD erschienen. Nicht ohne Grund wollte man auf eine Veröffentlichung in den Kinos verzichten: Der Film ist derart misslungen, dass Amazon-Kunden nur 2,6 von 5 Sternen vergeben. Auch die US-Seite Metacritic, die Rezensionen professioneller Kritiker zusammenfasst, kommt bei 15 Kritiken auf einen Durchschnittswert von nur 38/100.

Puls: Als Film nahe an der Katastrophe

“Veraltet, mutlos und eine ziemliche Katastrophe”, urteilt etwa die New York Times, während TimeOut London schreibt: “[Der Film] ist wirklich so schlecht wie er aussieht.” Besonders bitter: Stephen King hat am Drehbuch mit geschrieben und die an sich im Buch gute Story durch massive Kürzungen und Änderungen verhunzt. Ziel war es ursprünglich gewesen, das im Buch kritisierte Ende zu verbessern.

Die Geschichte: Clay Riddell ist gerade am Bostoner Flughafen angekommen und telefoniert auf seinem Handy mit seinem kleinen Sohn. Dummerweise geht just in diesem Moment der Akku zur Neige und Clay muss zum einen Münzfernsprecher wechseln. Clay hat keine Ahnung, dass er damit nur knapp seinem Schicksal entkommen ist. Alle Menschen, die just in dem Moment am Handy hängen, verwandeln sich in reißende Bestien. Er rettet sich im allgemeinen Chaos zusammen mit dem U-Bahnfahrer Tom und seiner Nachbarin Alice zunächst in seine Wohnung. Tags darauf begibt sich das Trio auf die Suche nach Clays Sohn – doch längst hat sich die Epidemie flächendeckend in der Stadt ausgebreitet.

Samuel L. Jackson und John Cusack retten sich, aber nicht Stephen King

Trotz Samuel L. Jackson und John Cusack, der auch Co-Produzent war, nervt der Streifen mit billigen Effekten, zahlreichen logischen Brüchen, fehlenden Handlungssträngen und einem unbefriedigend offenen Ende.

Das Buch “Puls” war im Jahr 2006 erschienen und hatte nach einigen schwächeren Romanen eine Renaissance von Stephen King zu alter erzählerischer Stärke eingeläutet.

“Puls” ist bei Heyne erhältlich (560 Seiten, Taschenbuch 9,99 €/E-Book 8,99 €).

 

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