Elle Fanning spielt Frankenstein-Autorin Mary Shelley

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Elle Fanning spielt die junge Mary Wollstoncraft am Grab ihrer Mutter. Später heiratete sie Baron Shelley. Foto: HanWay Films.

In „Mary Shelley“ sind neben Elle Fanning als „Frankenstein“-Autorin auch Maisie Williams und Stephen Dillane aus der Serie „Game of Thrones“ dabei. Der Film dreht sich nicht um Frankenstein, sondern das dramatische Leben der Autorin.

Elle Fanning, die u. a. in Kino-Hits wie „Super 8“ oder „Malificient – Die dunkle Fee“ zu sehen war, wird Frankenstein-Autorin Mary Shelley im gleichnamigen Kinofilm spielen. Derzeit wird der Streifen der saudischen Filmemacherin Haifaa al-Mansour bei der Berlinale zum internationalen Vertrieb angeboten, wie The Hollywood Reporter berichtet. Da der Film bereits abgedreht ist, könnte er sogar schon dieses Jahr in die Kinos kommen.

Mary Shelley: Ein Leben wie ein Film

Auch der Rest des Ensembles ist durchaus renommiert. Fans von „Game of Thrones“ wird Maisie Williams auffallen, die in „Game of Thrones“ die rebellische Arya Stark gegeben hat. Williams spielt in „Mary Shelley“ die Freundin von Mary, die sich nach deren Schwangerschaft von ihr löst. Stephen Dillane spielt Marys Vater William Godwin. Dillane hatte bis zur fünften Staffel von „Game of Thrones“ Stannis Baratheon gespielt. Douglas Booth („Stolz und Vorurteil und Zombies“) wird als Percy Shelley zu sehen sein. Der englische Dichter wird Mary schließlich heiraten. Außerdem dabei: Bel Powley als Marys Stiefschwester Claire Clairmont, Joanne Froggatt als Stiefmutter Mary Jane Clairmont und Tom Sturridge als Lord Byron, der Dichter und Politiker.

Das Leben der Frankenstein-Autorin liest sich selbst wie ein Roman: Hier steckt mit Ehebruch, Seitenspründen, Krankheit, Unfällen und Selbstmord so ziemlich alles an Dramatik drin, was sonst nur Bücher zu bieten haben. „Frankenstein“ ist zwar Mary Shelleys bekanntestes Werk, doch die radikale Feministin hatte noch weitere Werke verfasst. Dazu zählen die Romane „Valperga“ (1823), „Perkin Warbeck“ (1830) und „The Last Man“ (1826).

Frankenstein am Genfer See

Die Idee zu „Frankenstein“ ist der Überlieferung nach am Genfer See entstanden. Im Sommer 1816 urlaubte Mary Shelley mit ihrem Ehemann und durchaus illustren Freunden dort. Aufgrund des schlechten Wetters verbrachte die Gruppe in Lord Byromns Villa am See. Man vertrieb sich die Zeit damit, sich gegenseitig Schauergeschichten zu erzählen. Später behauptete Shelley, ihr sei über Tage nichts eingefallen, bis sie einen Wachtraum hatte. Dort habe sie einen bleichen Wissenschaftler gesehen, der auf einem Seziertisch einen grauenvollen Homunkulus zusammenstückelt.

Noch vor einiger Zeit war der Film „Mary Shelley“ noch unter dem Titel „A Storm in the Stars“ gehandelt worden. Haifaa al-Mansour wurde mit der deutsch-saudischen Koproduktion „Das Mädchen Wadjda“ (2012) bekannt. Der Streifen ist der erste komplett in Saudi-Arabien gedrehte Kinofilm überhaupt und stellte al-Mansour wegen der mittelalterlichen Gesetzeslage im Landf vor große Probleme: Die Regisseurin musste bei Außendrehs über Walkie-Talkie Regie führen, da sie als Frau nicht öffentlich auftreten konnte.

„Frankenstein“ ist beim Anaconda Verlag erschienen (304 Seiten, 6,95 € gebunden/7,95 € Taschenbuch/0,69 € E-Book).

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