Lucinda Riley über „Die Schattenschwester“: „Ich bin selbst da gewesen, wo die Geschichte spielt“

Lucinda Riley hat mit „Die Schattenschwester“ den letzten Teil ihrer Sieben-Schwestern-Trilogie vorgelegt. Diesmal war die Autorin an den Schauplätzen vor selbst vor Ort.

Lucinda Riley hat mit „Die Schattenschwester“ mit 4,7 von 5 möglichen Sternen wieder einmal Top-.Bewertungen bei den Amazon-Rezensenten geholt.

Die Story: Star d’Aplièse ist die dritte der drei von ihrem geheimnisvollen Stiefvater adoptierte Schwester. Als Pa stirbt, enthält der Abschiedsbrief ihres Vaters einen Anhaltspunkt auf ihre tatsächlichen Wurzeln. Sie erhält die Adresse einer Londoner Buchhandlung und soll dort nach einer gewissen Flora MacNichol ragen. Diese Spuren führen sie durch halb London, ein wunderbares Anwesen in Kent und in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert.

Ein Blick ins England des letzten Jahrhunderts

Die Story von Star war für die Autorin auch deswegen so reizvoll, weil sie so eng mit ihrer englischen Heimat verflochten ist. „Als ich die Geschichte von Star begann, hatte ich einen gehörigen Respekt davor, denn sie sagt ja nicht viel“, meint Lucinda Riley im Interview. „Sie ist, wenn man so will, die stille Schwester. Also befürchtete ich, dass das der kürzeste Roman wird, den ich je schreiben werde, denn alles, was Star sagen würde, ist ja, nein, nicht und schon ist die Geschichte zu Ende. Aber es gibt so viel in England, worüber ich schreiben könnte. Wie sehen andere Leute England? Aus meiner Sicht gibt es drei besondere Merkmale. Das erste ist die königliche Familie. Das zweite sind die wundervollen englischen Gärten. Und das dritte ist, wie ich glaube, unser literarisches Erbe.“

Lucinda Riley reist für ihre Bücher

Lucinda Riley hat sich also für „Die Schattenschwester“ regelrecht auf Recherchereise begeben. “ Ich fand Star so toll, weil ich tatsächlich selbst die Straßen und Orte abgelaufen bin, in denen sich ihre Geschichte abspielt“, so Riley. „Die Albert Bridge kann ich zum Beispiel von zu Hause aus sehen. Sie fährt mit dem Bus über die Kensington High Street – da habe ich mal ganz in der Nähe gewohnt. Und in der Church Street befindet sich dieses fantastische fiktive Antiquariat. Dort beginnt Star, das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu erforschen. Der Buchladen wird von diesem exzentrischen Buchhändler geführt, der, wie Star mit der Zeit feststellt, in einer ähnlich außergewöhnlichen Familie lebt wie sie selbst. Für mich war das sehr interessant, denn offensichtlich erzählte ich dabei etwas über die Vergangenheit meines eigenen Landes. Ich reiste zu den Seen des Lake District, wo Beatrix Potter, eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen meiner Kindheit gewohnt hat. Sie kommt deshalb auch in meinen Romanen vor.“

„Die Schattenschwester“ als Entwicklungsroman

Im Kern sieht Lucinda Riley „Die Schattenschwester“ als Entwicklungsroman. „Stars Geschichte handelt aus meiner Sicht davon, wie ihr plötzlich bewusst wird, dass sie nicht für den Rest ihres Lebens mit ihrer jüngeren Schwester ceCe „verheiratet“ sein kann. Sie muss also ihren eigenen Weg finden, tief in ihr Inneres blicken und den Mut finden,. voranzuschreiten. Sie muss ihr eigenes Leben finden und aus dem Schatten von CeCe heraustreten.“

„Die Schattenschwester“ ist bei Goldmann erschienen (608 Seiten, 19,99 € gebunden/15,99 € E-Book/15,99 € MP3 CD).

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