Das Literarische Quartett startet wieder am 3. März – ohne Maxim Biller

Maxim Biller, Das Literarische Quartett
Foto: ZDF

Das Literarische Quartett wird kleiner: Maxim Biller will sich wieder mehr der Schriftstellerei zuwenden und verlässt die Sendung.

FAS-Kolumnist und Autor Maxim Biller hat seinen Ausstieg beim Literarischen Quartett bekannt gegeben. Bereits die nächste Sendung am 3. März 2017 wird ohne den streitlustigen Bücher-Kritiker stattfinden.

Maxim Biller will wieder mehr schreiben

“Good bye, Literarisches Quartett und Berliner Ensemble!”, schreibt Maxim Biller auf seiner Facebook-Seite. “Ich habe noch ein bisschen mehr nachgedacht als sonst und beschlossen, wieder mehr zu schreiben. Danke an alle, vor allem an Christine Westermann und an Volker Weidermann. Es war eine tolle, merkwürdige Zeit!”

Das Literarische Quartett auf Nachfolgersuche

Daniel Fiedler, Leiter der Redaktion “Kultur Berlin”, hat den Abgang gegenüber dem Spiegel bestätigt: “Wir bedauern, dass Maxim Biller als festes Mitglied beim ‘Literarischen Quartett’ aussteigt, aber verstehen, dass er sich mehr Zeit für seine eigene literarische Arbeit nehmen möchte. Er ist schon bei der nächsten Sendung am 3. März nicht mehr dabei. Über die Nachfolge des dritten festen Quartett-Mitglieds wird noch entschieden.” Bislang hat das ZDF auch noch keine Themen für die Sendung vom 3. März bekannt gegeben.

Maxim Biller hat bereits mehrere Romane und Novellen verfasst. Mit 4,8 von 5 Sternen steht die Novelle “Im Kopf des Bruno Schulz” in der Beliebtheitsskala der Amazon-Kunden am höchsten. Maxim Billers letzter Titel war der 900-Seiten-Wälzer “Biografie”. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Billers eigene Biografie, sondern um einen fiktiven Roman. Hier gehen die Meinungen jedoch weit auseinender: Zahlreiche Bewertungen von Amazon-Kunden mit fünf oder eben nur einem Stern zeigen, wie stark der Autor offenbar selbst polarisiert.

Geteilte Meinungen zum letzten Biller-Wälzer

Die Story: Der jüdische Schriftsteller Soli Karubiner muss Deutschland verlassen, nachdem er in einer Sauna einen Skandal verursacht hat. Ein deutscher Jungautor droht, das Überwachungsvideo online zu stellen. Gleichzeitig taucht im Internet ein anderes Video auf: Es zeigt Soli Karubiners besten Freund Noah Forlani, den Hamburger Millionärssohn, der im Sudan von einer Islamistengruppe entführt wurde. Die Geschichte zweier jüdischen Freunde aus einem Dorf in der Ukraine führt das Schicksal durch Städte wie Prag, Hamburg, Berlin oder Tel Aviv.

“Biografie” ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen (896 Seiten, 29,99 € gebunden/24,99 € E-Book).

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