Neil Smith: Elf verschiedene Cover für “Das Leben nach Boo”

Neil Smith, Das Leben nach Boo
Cover: Schöffling & Co.

Im Februar erscheint “Das Leben nach Boo” von Neil Smith in bunt: Die Leser dürfen unter elf Farben wählen. Das Roman-Debüt des kanadischen Autors wird in Nordamerika bereits gefeiert.

Der Kanadier Neil Smith hat in seiner Heimat mit seinem ersten Roman “Das Leben nach Boo” einen Bestseller gelandet, nachdem sein Erzählband “Bang Crunch” bei den Quebec Writers’ Federation Literary Awards 2007 den McAslan First Book Prize gewann.

Am 8. Februar 2017 erscheint bei Schöffling & Co “Das Leben nach Boo” endlich die deutsche Übersetzung, und der Verlag treibt es bunt: Die Leser dürfen unter nicht weniger als elf verschiedenen Cover-Varianten wählen.

Neil Smith sieht das Leben nach dem Tod anders

Diesen Marketing-Gag hat sich Neil Smith schon allein wegen der ungewöhnlichen Story verdient. Im Jahre 1979 lebt Achtklässler Oliver “Boo” Dalrymple das Leben eines Geächteten. In der ersten Schulwoche läuft alles wie immer: Der geisterhaft bleiche Wissenschaftsfan rezitiert gerade ein Periodensystem in seinen geöffneten Schulspind, als er unvermittelt ins Koma sinkt.

Das nächste, was Boo mitkriegt: Er erwacht in einem seltsamen Bett an einem noch seltsameren Ort. Er findet heraus, dass er jetzt Bewohner einer Stadt ist, in der ausschließlich Dreizehnjährige wie er leben. Thelma ist die erste, die ihm seinen seltsamen Aufenthaltsort erklärt: Sie selbst ist ebenfalls 13 und wurde als schwarzes Mädchen in den 60er Jahren gelyncht. Jetzt sind sie alle im Jenseits, und zwar in einer Art Himmel für 13jährige.

Gott ist ein Hippie

Das ewige Leben lässt sich zunächst gut an für Boo und fühlt sich an wie das Dasein auf einem riesigen Schulhof. Der hippieartige Gott Zig versorgt die Kids mit allem, was man in diesem Alter braucht, und Boo merkt, dass er mit seiner Hochbegabung hier viel leichter Freunde findet als im normalen Leben.

Doch dann trifft Boo mit Johnny Henzel auf ein bekanntes Gesicht: Sein früherer Schulkamerad eröffnet ihm, unter welchen Umständen sie eigentlich gestorben sind. Auf der Suche nach der brutalen Wahrheit wird ihre gerade erst geschlossene Freundschaft ernsthaft auf die Probe gestellt.

Die Verlierer sind die Helden in “Das Leben nach Boo”

Wie bereits im Erzählband “Bang Crunch” macht Neil Smith auch in “Das Leben nach Boo” Außenseiter und Verlierer zu Helden.

“Ich bin immer fasziniert von Leuten, die an der Seitenlinie sitzen und beobachten”, sagt Neil Smith im Interview mit The Rumpus. “Ich mag es, wenn diese Art von Charaktere dem Leser die Geschichte erzählen. Sie verleihen der Geschichte sehr viel Glaubwürdigkeit, sie sind wirklich wie eine Leitlinie für den Leser.”

“Das Leben nach Boo” erscheint bei Schöffling & Co. am 8. Februar (416 Seiten, 24 Euro gebunden/19,99 € E-Book).

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