Bob, der Streuner spielt sich im Film selbst

Bei der Verfilmung des ergreifenden Romans von James Bowen muss Bob, der Streuner, selbst ins Ensemble: Die Filmkatzen waren zu unfähig für die Rolle.

Bob, der Streuner ist nicht nur einer der erfolgreichsten Romanfiguren der letzten Jahre, sondern spielt sich im Film selbst: Der Kater, der dem damals heroinabhängigen Straßenmusiker James Bowen einen neuen Sinn fürs Leben gab, war besser geeignet als sämtliche dressierten Hollywood-Katzen.

Der Kinofilm startet in Deutschland am 12. Januar 2017. Riesenwirbel herrschte dagegen bereits in London bei der Premiere: Selbst Herzogin Kate war dabei und durfte den berühmten Kater kraulen.

Hollywoods Film-Katzen versagen gegen Bob, der Streuner

“Bob war erstaunlich. Ursprünglich sollten andere Katzen seinen Part übernehmen”, erzählt Schauspieler James Head (spielt im Film James´ Vater Nigel Bowen) gegenüber ARD Brisant. “Aber es gab Sachen, wie auf der Schulter sitzen, die die anderen Katzen gar nicht mochten. Und dann musste Bob selbst übernehmen.”

“Wenn ich irgendetwas gelernt habe in den letzten Jahren, dann das Unerwartete zu erwarten”, so James Bowen. “Es war als ob jeder Tag eine Überraschung für uns bereithielt. Aber der absolut surrealste Moment war, als Bob und ich über ein Filmset liefen, das uns selbst darstellte, wie wir auf den Straßen von Islington und Covent Garden saßen, Musik machten und den Big Issue verkauften. Ich kann immer noch nicht glauben, dass das alles wahr ist.”

Eine Story, die man nicht erfinden kann

Die Geschichte von “Bob, der Streuner” ist dabei die Geschichte von James Bowen selbst und so anrührend, dass man sie sich kaum selbst ausdenken kann. Bowen hatte sich jahrelang als Straßenmusiker mit dem Verkauf der Obdachlosenzeitung The Big Issue und mit seiner Gitarre über Wasser gehalten. Hinter ihm lag seine Heroinsucht, und erst 2007 gelang es ihm endlich, eine Sozialwohnung zu ergattern. Dort entdeckt er vor der Haustür einen kranken und völlig verwahrlosten Kater. Obwohl Bowen fast kein Geld hat, bezahlt er die Tierarztkosten und pflegt das Tier gesund, um den Kater dann wieder frei zu lassen. Doch Bob, wie ihn James Bowen mittlerweile getauft hat, denkt gar nicht daran, von der Seite seines Retters zu weichen. Mehr noch: Er “wohnt” quasi auf seiner Schulter und begleitet ihn auf Schritt und Tritt. James und Bob werden unzertrennlich und schließlich eine Berühmtheit auf der Straße. Aus dem Elend wird eine Erfolgsstory, die James Bowen schließlich aufschreibt. “Bob, der Streuner” wird zum weltweiten Bestseller.

Bastei Lübbe hat rechtzeitig zum Filmstart “Bob, der Streuner” als Buch zum Film herausgebracht: Neben dem Originalroman bietet das Buch auf 272 Seiten viele Filmbilder und Extras.

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