Lori Nelson Spielman: Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman hat mit ihren neuen Roman Und nebenan warten die Sterne mit 4,7 von 5 Sternen ihr bislang bestes Ergebnis bei den Amazon-Kunden geholt. BBO hat Spielmans neues Werk gelesen – und weiß jetzt, warum die Amerikanerin ihre beiden vorherigen Bestseller noch übertrifft.

Lori Nelson Spielman gehört jetzt schon zu den populärsten Autorinnen von Entwicklungsromanen. Mit Und nebenan warten die Sterne legt sie nun eine weitere Geschichte vor, die sich auf die Beziehung zwischen Mutter und Tochter konzentriert.

Geheimnisse in der Familie

Erika Blair ist eine der erfolgreichsten Maklerinnen in Manhattan. Doch das ist der Karrierefrau nicht genug. Sie will in einem Wettbewerb unter die 50 besten Makler kommen. Dafür opfert Erika viel – als allein erziehende Mutter nicht zuletzt die enge Beziehung zu ihren Töchtern. So bleibt ihr vieles verborgen, etwa dass ihre Tochter Annie die einzige zu sein scheint, die mit ihrem Großvater auskommt. Schlimmer noch: Erika ignoriert, dass ihre Tochter Kristen Anzeichen manischer Depression zeigt. Erika hat außerdem keine Ahnung, dass sie ein Jahr lang von der Universität suspendiert wurde. Und sie ahnt nicht, dass ihre Tochter schwanger ist – alles Geheimnisse, die Kristen nur mit Annie geteilt hat.

Als sie ihre Töchter zum Semesterbeginn zur Uni fahren soll, kommt ihr ein beruflicher Termin dazwischen. Letztendlich erreicht nur Kristen den Zug nach Philadelphia. Doch sie kommt nie an: Ein schweres Zugunglück reißt Kristen zusammen mit Dutzenden anderen Menschen in den Tod.

Unerträgliche Trauer

Erika und Annie können den Verlust nicht verschmerzen. Beide geben sich selbst die Schuld an Kristens Tod. Annie verrennt sich in eine fixe Idee. Es ist wieder ein ausgeflippter Einfall ihrer Schwester, die ihren Tod nur vorgetäuscht hat. Annie glaubt, dass sich Kristen auf Mackinac Island bei einer verflossenen Liebe versteckt. Auf der Insel im Huronsee in Michigan ist Erika aufgewachsen und ihre Kinder waren oft dort zu Besuch bei ihrem Großvater. Doch die Idylle der Ferieninsel birgt für Erika selbst nur Schrecken, da ihre Mutter dort ums Leben kam.

Kurzentschlossen reist Annie nach Mackinac Island. Zwar findet sie ihre Schwester dort nicht, aber einen Hinweis, dass Kristen nach Paris geflohen sein könnte. Annie nimmt eine Stelle als Au-Pair-Mädchen an, um ihre Schwester zu suchen. Jetzt fürchtet Erika, auch noch ihre zweite Tochter zu verlieren. Sie begibt sich auf eine Odyssee, um ihr Leben und ihre Tochter wiederzufinden. Verzweifelt reist sie an den Ort, den sie am meisten fürchtet: Mackinac Island.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Denn plötzlich glaubt auch Erika, dass Kristen noch am Leben ist. Sie erhält anonyme E-Mails mit Lebensweisheiten, die in der Familie weitergegeben wurden. Doch stammen die E-Mails tatsächlich von Kristen oder ist alles nur ein grausamer Scherz?

Fazit: Und nebenan warten die Sterne ist vieles zugleich. Gefühlvoll, lustig, romantisch und ergreifend. Vor allem der Roman aber auch eines: Er bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Sie haben richtig gelesen. Die Autorin verbindet die Familiengeschichte mit zahlreichen, unausgesprochenen Geheimnissen, die erst spät im Buch aufgelöst werden. Die Suche nach der verschwundenen Schwester führt Annie durch zauberhafte Schauplätze und gibt der Geschichte ein beachtliches Tempo. Lori Nelson Spielman hat einen emotionalen Pageturner geschaffen, wie man ihn selten findet.

Und nebenan warten die Sterne ist bei Fischer Krüger erschienen (384 Seiten, 14,99€ broschiert, 12,99€ E-Book, 15,99€ Hörbuch-CD).

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