Bov Bjerg: Die Modernisierung meiner Mutter

Vorsicht: Das neue Buch vom „Auerhaus“-Autor ist gar nicht so neu. Wer Bov Bjergs Lesebühnengeschichten noch nicht kennt, wird aber seine Freude dran haben.

„Die Modernisierung meiner Mutter“ ist eine Sammlung von Bov Bjergs Stories, die bis auf eine Ausnahme bereits im E-Book „Ohne Brille kann ich rechts und links nicht unterscheiden“ erschienen sind. Dabei handelt es sich um skurrile Erzählungen aus Provinz bis Übersee, sämtlich autobiografisch wirkend, und gespickt mit bizarren Situationen. Scheinbar zusammenhanglos illustrieren die Geschichten Bov Bjergs Leben jedoch höchst unterhaltsam. Mit viel Wortwitz und klugen Pointen erzählt Berg etwa, wie er sich in seiner Kindheit selbst von seinem Lieblingsessen übergeben musste, oder dass ausgerechnet just in dem Moment eine Fußgängerampel im Ort installiert wird, als seine Mutter den Führerschein macht – mit unabsehbaren Folgen.

Fazit: „Die Modernisierung meiner Mutter“ ist kein zweites „Auerhaus“ mit einer fortlaufenden Handlung. Doch begeistert Bov Bjergs plaudernder Erzählstil, seine scharfe Beobachtungsgabe insbesondere im bundesdeutschen Provinzmilieu, und eine Gag-Dichte, die fast noch über „Auerhaus“ liegt. 160 skurrile Seiten auf hohem sprachlichem Niveau!

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