Panama Papers: Netflix sichert sich Film-Rechte

Foto: Netflix

Frederik Obermaier und Bastian Obermayer, das Enthüllungs-Duo der Süddeutschen Zeitung, sollen an der Film-Umsetzung mitwirken.

Obwohl bereits US-Regisseur Steven Sonderbergh Interesse an einer Verfilmung von “Panama Papers” bekundet hatte, scheint das Original jetzt von Netflix produziert zu werden.

Nach Berichten von Deadline hat Netflix die Original-Autoren Frederik Obermaier und Bastian Obermayer verpflichtet und die Rechte am Buch erworben, das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen war.

Auf die Enthüllung folgt das Erdbeben

Das Duo hatte im Frühjahr mit “Panama Papers” Schlagzeilen gemacht, als der “Süddeutschen Zeitung” mehr als 11,5 Millionen Dokumente über die wahren Eigentümer von Offshore-Gesellschaften zugespielt wurden. Obermaier und Obermayer hatten ein Team aus Hunderten von internationalen Enthüllungsjournalisten gegründet, die im Geheimen und teils erheblicher Repressalien ausgesetzt, die ungeheure Datenmenge ausgewerteten. Entsprechende Berichte waren nicht nur in der “Süddeutschen Zeitung” erschienen, sondern auch in renommierten Partner-Zeitungen wie “Le Monde” oder “The Guardian”.
“Panama Papers – Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung” erzählt nun, wie es zu dem Skandal kam. Tatsächlich liest sich “Panama Papers” fast wie ein Spionagethriller: Hier geht es weniger um die Aufzählung des Skandalpersonals, sondern um die Arbeit einer Gruppe internationaler Investigativjournalisten die vom Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten in Washington koordiniert wurden. Dies soll im Film so umgesetzt werden.

Netflix ergattert das Original

Die Originalrechte sind deswegen so wertvoll, weil Frederik Obermaier und Bastian Obermayer die einzigen Menschen waren, die jemals mit dem Informanten namens “John Doe” in Kontakt getreten waren.

“Panama Papers ist eine der größten wirtschaftlichen und politischen Stories im modernen Journalismus, mit einer Auswirkung, die sich zu einer Zeit finanzieller Unsicherheit rund um den Globus gezogen hat”, so Marina Walker und Gerard Ryle vom Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) in einer Erklärung. “Wir sind begeistert, mit zwei führenden Namen in der Filmindustrie zusammenzuarbeiten, John Wells Production und Netflix, um die Geschichte zu erzählen, wie dies gegen immense Widerstände erreicht wurde. Vierhundert Reporter, einige unter großem persönlichen Risiko und an gefährlichen Orten, wurden von einer zusammengewürfelten kleinen ehrenamtlichen Medienvertretung in Washington geführt. Sie haben Weltmächte, darunter politische Führer und Regulatoren, aufmerksam gemacht und Veränderungen erzwungen. Dass diese Geschichte in einer anderen spannenden Weise erzählt werden wird, ist spannend und bedeutend.”

Wann der Film produziert und letztlich gezeigt wird, ist noch unklar.

 

Hinterlassen Sie eine Antwort!