Terror-Angst: Französischer Verlag verzichtet auf „Der islamische Faschismus“

Foto: privat

Schere im Kopf: Nach Berichten des Buchreports will der französische Verlag Piranha die Veröffentlichung des Buchs „Der islamische Faschismus“ von Hamed Abdel-Samad zurücknehmen.

In Deutschland war der Titel des Politologen und Islamkritikers ein Bestseller; die Rechte wurden in sieben Länder verkauft. Jetzt fürchtet Piranha-Verleger
Jean-Marc Loubet um die Sicherheit seines Verlags. Zunächst habe der Verlag, so Abdel-Samad, noch den Titel des Buches in „Ist der Islamismus eine Art Faschismus?“ geändert, „um nicht unnötig zu polarisieren“. „Doch nach dem Anschlag von Nizza beschloss der Verleger, das Buch überhaupt nicht erscheinen zu lassen, weil, wie er in einer Mail schrieb, die Konsequenzen für den Verlag tödlich sein könnten; der Verlag könne für seine Sicherheit nicht sorgen. Es könnte einen ähnlichen Anschlag wie bei Charlie Hebdo geben.“ Besonders ärgert sich der Islam-Kritriker über den Vorwurf, das Buch könne „Wasser auf die Mühlen der Rechten in Frankreich gießen“.

Abdel-Samad: „So weit sind wir schon in Europa gekommen. Ein Verlag beugt sich der Einschüchterungstaktik der Islamisten. Es ist noch nicht lange her, da schrieb dieser Verleger ‚Je suis Charlie‘, heute schreibt er ‚Ich habe Angst, Charlie zu werden‘. Das Schlimme ist, er versucht aus der Not eine Tugend zu machen und nennt seine Entscheidung ‚besonnen‘. Ich nenne sie vorauseilenden Gehorsam und Selbstaufgabe!“.

Andere Länder sind nicht betroffen.

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