Metin Tolan: Die Star Trek Physik

Gerade zum Kinostart des lang erwarteten “Star Trek Beyond” lohnt sich ein Blick auf Metin Tolans “Die Star Trek Physik”: Der Physik-Professor an der Uni Dortmund weist nach, dass im Universum von Star Trek trotz aller Remulaner und Klingonen mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit steckt.

Erfahrene Schriftsteller wissen natürlich längst: Erzähle viele kleine Wahrheiten, damit man dir die große Lüge glaubt. Mit anderen Worten: Je besser das Universum eines Romanes recherchiert ist, desto glaubwürdiger wird die fiktive Geschichte darin. Das ist seit langer Zeit eine Binsenweisheit. Von Stephen King über Don Winslow bis hin zu Michael Tsoskos wählen die meisten Bestseller-Autoren realistische Startszenarien.

So steckt auch hinter legendären Erfindungen des Star-Trek-Zeitalters mehr Wahrheit, als man vermuten möchte.  Was steckt also wirklich physikalisch hinter dem Phaser, dem Photonen-Torpedo oder dem Warp Drive?

Funduiert und faszinierend

Metin Tolan erklärt auf fundierte, aber dennoch leicht verständliche und unterhaltsame Weise physikalische Konzepte, die sich in der Erzählung von Star Trek niederschlagen. Dass Tolan selbst ein Trekkie ist, werden Fans trotz der Kompetenz des Autors aus jeder Zeile herauslesen.

Besonders interessant ist es, dass viele Dinge, die der Zuschauer gern einfach so hinnimmt, einen klaren astrophysischen, wenn auch extrapolierten Hintergrund haben.

Fazit: “Die Star Trek Physik” ist so etwas wie Stephen Hawkins “Eine kurze Geschichte der Zeit” für Trekkies – eine absolut faszinierende Diskussion über die Realitätsnähe von Phaser, Warpdrives und Photonen-Torpedos. Wenn man auch den nicht wenig komplexen Ausführungen von Metin Tolan mit einer gewissen Konzentration folgen muss, so ist das Buch des Astro-Physikers doch absolut intelligente Sachbuch-Unterhaltung nicht nur für Trekkies!

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