Sebastian Fitzek vs. Veit Etzold vs. Andreas Gruber: Wer wird Thriller-King im Herbst?

Sebastian Fitzek, Andreas Gruber, Veit Etzold
Sebastian Fitzek, Veit Etzold und Andreas Gruber (v.l.) sorgen für einen Herbst mit Gänsehaut-Garantie. Fotos: Finepic/H.Henkensiefken; Arno Dittmer/Faceland; Fotowerk Aichner

Herbst-Showdown der Thriller-Autoren: Im August erscheinen „Todesreigen“ von Andreas Gruber und „Tränenbringer“ von Veit Etzold, während im Oktober „Flugangst 7A“ von Sebastian Fitzek kommt.

Gleich nach den Schulferien geht´s wieder los mit Thrillerkost der härteren Sorte aus deutschen Landen. Reichlich Gänsehaut versprechen Sebastian Fitzek, Andreas Gruber und Veit Etzold mit ihren neuen Romanen.

Andreas Gruber startet bereits am 21. August mit „Todesreigen“ (Goldmann Verlag, 576 Seiten, 9,99 € Taschenbuch/8,99 € E-Book/9,99 € MP3-CD), dem vierten Fall für das Ermittlerduo Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez.

Auch Veit Etzold bietet am 25. August mit Ermittlerin Clara Vidalis eine alte Bekannte auf und erzählt in „Tränenbringer“ (Droemer Knaur, 480 Seiten, 10,99 € broschiert/9,99 € E-Book/9,99 € MP3-CD) ihren fünften Fall.

Bis zum 25. Oktober müssen sich Fans von Sebastian Fitzek gedulden. „Flugangst 7A“ (Droemer HC, 400 Seiten, 22,99 € gebunden/16,99 € E-Book/ 15,95 € Audio-CD) ist keine Serienepisode, sondern wie bei Fitzek üblich, ein eigenständiger Roman ohne bekanntes Ensemble.

BBO gibt einen ersten Überblick über die Herbstveröffentlichungen des Thriller-Trios.

1. Andreas Gruber: „Todesreigen“

Ab 21. August sind wieder BKA-Ausbilderin Sabine Nemez und der holländische Kiffer-Kommissar Maarten S. Sneijder unterwegs. Diesmal lichten sich jedoch die Reihen rund um Sabine Nemez verdächtig: Mehr und mehr Kollegen wählen einen bestialischen Freitod. Nemez stößt bald auf eine alte Verschwörung und ein rachsüchtiges Opfer. Hier kann nur der längst suspendierte Profiler Maarten S. Sneijder helfen, doch der stellt auf stur. Einziger Tipp vom Holländer: Sie soll die Finger von dem Fall lassen. Erst als Sabine Nemez spurlos verschwindet, wird Sneijder klar, dass seine Kollegin schon tief im Fall drinsteckt. Er greift selbst ein und begegnet nicht nur einem hasserfüllten Mörder, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die durchaus die eine oder andere Leiche im Keller haben. Der eigentliche Star in der Thriller-Reihe von Andreas Gruber ist natürlich Maarten S. Sneijder: Der holländische Profiler, der gegen seine Cluster-Kopfschmerzen unablässig kifft, bringt immer das gewisse Etwas in die Mörderhatz.

2. Veit Etzold: „Tränenbringer“

„Tränenbringer“ ist bereits Band 5 der Clara-Vidalis-Reihe. Die Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin schlittert in einen Fall, der Erinnerungen an die dunkelsten Stunden in ihrer Vergangenheit weckt. Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und schickt den Eltern die Leichenteile. Gleichzeitig versteht es der Täter, die Ermittler geschickt auf die falsche Fährte zu locken. Für Vidalis ein grenzwertiger Fall, war doch ihre kleine Schwester vor Jahren einem ganz ähnlich agierenden Psychopathen zum Opfer gefallen. Veit Etzold liefert schnörkellose, actionreiche Thriller mit reichlich Schockeffekten. Wie auch bei den anderen Bänden dürfte man auch hier wieder „außer der Reihe“ einsteigen können.

3. Sebastian Fitzek: „Flugangst 7A“

Wer den Titel „Flugangst 7A“ hört, denkt unwillkürlich an „Passagier 23“, und tatsächlich ist die leicht klaustrophobisch anmutende Ausgangslage eines isolierten Schauplatzes ohne Ausgang ähnlich. „Als jemand, der unter latenter Flugsorge leidet, habe ich in den letzten Monaten intensiv zum Thema Flugangst recherchiert“, sagt Sebastian Fitzek über „Flugangst 7A“. „Insbesondere wollte ich herausbekommen, wo sich der gefährlichste Platz in einer Maschine befindet.“ Das Szenario erscheint gerade in seiner Einfachheit perfide: Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt und die jeder ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen kann. Nun wird ein Psychiater erpresst, einen psychisch auffälligen Passagier, nämlich den auf dem Platz 7A, dazu zu bringen, die Maschine zum Absturz zu bringen. Tut er es nicht, stirbt der einzige Mensch, den er jemals geliebt hat.

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